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Überragende WM-Bilanz der Para-Ski-Athleten

Mit außergewöhnlichen Erfolgen kehrten die am Olympiastützpunkt Freiburg-Schwarzwald betreuten Athleten von den Para-Ski-Weltmeisterschaften 2019 zurück. Sowohl Martin Fleig als auch Anna-Lena Forster konnten in den Titelkämpfen mit jeweils 4 Medaillen zur überragenden Bilanz ihrer Teams beitragen. Während Monoskifahrerin Forster sich bei den alpinen Wettbewerben in Kranjska Gora den Titel im Slalom sichern konnte, holte Fleig im kanadischen Prince George zweimal Gold über 7,5 und 15 km im Skilanglauf und avancierte damit wie schon 2017 zum Doppelweltmeister.   

Bei den in diesem Jahr an zwei Standorten ausgerichteten alpinen Para-Ski-Weltmeisterschaften hatte Anna-Lena Forster bereits beim Auftakt im slowenischen Kranjska Gora hinter ihrer Teamkollegin Anna Schaffelhuber Bronze im Riesenslalom gewonnen. Zwei Tage später konnte sie sich dann in ihrer Spezialdisziplin gegen die Konkurrenz durchsetzen und wurde Weltmeisterin, Schaffelhuber gewann Silber. In den Speed-Disziplinen Abfahrt und Super-G fuhr dann im italienischen Sela Nueva wie erwartet Schaffelhuber zu Gold, während Forster sich in der Abfahrt nochmals Silber sichern konnten. Mit ihrem vierten Platz im Super-G legte sie zugleich die Grundlage für den abschließenden Erfolg in der Super-Kombination, in der sie sich nach einem guten Slalomrennen noch auf den Bronze-Rang vorfahren konnte. Mit ihren 4 Medaillen trug die Freiburger Psychologie-Studentin somit entscheidend zum guten Gesamtergebnis der deutschen Mannschaft bei, die insgesamt 13 WM-Medaillen gewinnen konnten.

Überzeugt hat auch die nordische Fraktion der deutschen Para-Ski-Teams bei ihrem Saisonhöhepunkt im Prince George (British Columbia, Kanada). Am Schluss der Wettbewerbe standen für die Mannschaft von Bundestrainer Ralf Rombach 15 WM-Medaillen in den Biathlon- und Langlauf-Rennen zu Buche. Mit fünfmal Gold, dreimal Silber und siebenmal Bronze erreichten die deutschen Para-Athleten Rang drei der Nationenwertung. Ganz oben stand hier die Ukraine mit 41 Medaillen, gefolgt von den USA, die wie Deutschland 15 Medaillen gesammelt hatten.

Davon gingen allein 4 Medaillen auf das Konto des 29-jährigen Ausnahmeathleten Martin Fleig. Der in Gundelfingen bei Freiburg beheimatete Verwaltungsangestellte am Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald übertraf mit seinen beiden Goldmedaillen im Langlauf alle Erwartungen, da er seine Stärken zuletzt eher im Biathlon ausgespielt hatte. Doch auch dort musste er sich im Sprint sowie im Einzelwettbewerb über 15 km jeweils nur dem überlegenen Ukrainer Taras Rad geschlagen geben und konnte somit zwei weitere Silbermedaillen die deutsche Mannschaft erringen.

Zur sehr erfolgreichen Gesamtbilanz aus Freiburger Sicht trugen bei den abschließenden Staffelwettbewerben auch Alexander Ehler und Nico Messinger mit dessen Guide Lutz Klausmann bei. Die beiden ebenso wie Anna-Lena Forster und  Martin Fleig am Freiburger Olympiastützpunkt beheimateten Athleten holten zusammen mit Andrea Eskau die Bronzemedaille in der Langlauf-Staffel, nur knapp hinter den siegreichen Ukrainern und Gastgeber Kanada.

Das deutsche Team hatte sich bei Weltcups im finnischen Vuokatti (Dezember) und im schwedischen Östersund (Januar) auf den Saisonhöhepunkt vorbereitet. Zudem feilten die Athleten zum Beispiel durch einen Berglauf auf dem Albula-Pass (Schweiz) und im Trainingslager in Livigno (Italien) an der Spritzigkeit und einer guten Renneinteilung. „Unsere Vorbereitung hat gestimmt und daher freue ich mich sehr. Alle haben in mindestens einem Rennen die beste Leistung abrufen können.“ lautete somit auch das zufriedene WM-Fazit von Bundestrainer Ralf Rombach.

 

Bildquelle: Bob Frid/Canadian Paralympic Committee