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Gelungene Weltcup-Premiere am Feldberg

Internationale Boarder-Cross-Elite traf sich im Schwarzwald

Nach zwölf Jahren gastierte der Snowboardcross-Weltcup im Januar erstmals wieder in Deutschland. Zuletzt 2003 und 2004 noch zu Gast in Berchtesgaden, traf sich die internationale Elite diesmal im Schwarzwald. Nach tagelanger Arbeit präsentierten die Organisatoren am Feldberger Seebuck-Hang eine Strecke mit Wellen, Schanzen und einer Steilwand, auf denen an beiden Wettkampftagen so genannte Sprintwettbewerbe ausgetragen wurden.

Rund 55.000 Kubikmeter Schnee wurden auf der 800 m langen Strecke verbaut, um die Geländeformen für die spektakuläre Snowboarddisziplin Boardercross zu schaffen. In diesem noch jungen olympischen Wettkampfformat treten jeweils 4 bis 6 Athleten in sogenannten „Heats“, d.h. Gruppenläufen gegeneinander an, nur die jeweils zwei oder drei Erstplatzierten erreichen die nächste Runde. Beim Kampf um die Ideallinie ist Körperkontakt erlaubt, wer sich abdrängen lässt oder stürzt, ist damit meist schon aus dem Rennen. Das Überfahren von Wellen, Durchfahren von Steilkurven und weite Sprünge über Schanzen stellt dabei höchste  Anforderung an die technischen Fähigkeiten und die Konzentration der Athleten.

Zu Beginn der Veranstaltung schien das Wetter den Verantwortlichen einen Strich durch die Rechnung machen zu wollen. Trotz anfangs noch dichtem Nebel und schlechter Sicht verfolgten dennoch an beiden Tagen Tausende von Zuschauern entlang der Strecke und im Zielraum die jeweils ca. 30 Sekunden dauernden Läufe und konnten sich am zweiten Wettkampftag dann auch über Sonne und beste Sichtbedingungen freuen. In den spannenden Finalläufen gingen die Tagessiege an den Olympiazweiten Nikolaj Oljunin (Russland) sowie Olympiasieger Pierre Vaultier aus Frankreich. Bei den Frauen gewann Olympiasiegerin Eva Samkova aus Tschechien am Samstag, am Sonntag setzte sich die Französin Nelly Moenne-Lococz durch. Für die deutschen Teilnehmer fiel die Bilanz dagegen eher enttäuschend aus. Der Rosenheimer Konstantin Schad verpasste an beiden Tagen das angestrebte Finale und musste sich mit den Plätzen 11 und 13 begnügen. Hanna Ihedioha aus Dingolfing scheiterte als beste Athletin des deutschen Snowboard-Verbandes jeweils im Viertelfinale.