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Top-Athleten gastieren im Schwarzwald

Wenn am 9. Februar 2018 im südkoreanischen Pyeongchang die Olympischen Winterspiele beginnen, kämpfen dort rund 3000 Athleten an 16 Wettkampftagen mit höchstem Einsatz um Siege und Medaillen.  In 15 Sportarten fallen an insgesamt 12 Sportstätten mehr als 100 Entscheidungen, ein weniger umfangreiches Programm werden kurz danach auch die paralympischen Sportler an gleicher Stelle bestreiten. Wegen der Zeitverschiebung von 8 Stunden finden die Live-Übertragungen nach Deutschland in der Nacht oder am frühen Morgen statt, Wintersportfans müssen also früh aufstehen.

Wer jedoch die weltbesten Skisportler einmal selbst live und hautnah erleben möchte, hat in diesem Winter im Schwarzwald dazu beste Gelegenheit: Gleich 5mal machen Weltcup-Wettbewerbe verschiedener Disziplinen zwischen Feldberg und Schonach Station. Für einige im Schwarzwald beheimatete Athleten sind es damit auch Heimspiele und zugleich die Chance, sich vor ihren Fans, der Familie und ihren Freunden möglichst erfolgreich zu präsentieren.

Dezember: Auftakt mit den Skispringern in Titisee-Neustadt

Eröffnet wird die Serie der internationalen Wettbewerbe im Schwarzwald auf der größten Naturschanze Europas (Hill Size: 142m, Schanzenrekord durch Domen Prevz 148m) in Titisee-Neustadt. Der Skiclub Neustadt richtet am Hochfirst vom 08.-10. Dezember 2017 sowohl ein Teamspringen (Samstag, 9.12.) als auch einen Einzelwettbewerb (Sonntag, 10.12.) aus. 2015 hatte Severin Freund den letzten deutschen Sieg errungen; verletzungsbedingt muss er in diesem Winter leider pausieren. Die deutschen Hoffnungen ruhen daher auf Andreas Wellinger und Richard Freitag, sowie dem Wahlschwarzwälder Stephan Leyhe aus Breitnau, die im November allesamt gut in die neue Saison gestartet sind.

Vorweihnachtliche Weltpremiere beim Damenweltcup in Hinterzarten

Schon ein Woche später treffen sich vom 15.-17.12.2017 im Adler-Skistadion die weltbesten Skispringerinnen, um im Rahmen ihres Weltcups vor dem gewohnten Einzelwettkampf erstmals auch einen Teamwettbewerb auszutragen. Mit Spannung wird erwartet, welche Nation bei dieser Premiere das beste Team aufbieten kann.

Überragende Einzelerfolge feiern konnte hier zuletzt Sara Takanashi (JPN), die drei der bislang sechs Wettbewerbe in Hinterzarten gewann und zudem zweimal Rang 2 belegte. Inhaberin des Schanzenrekordes ist Sarah Hendrickson (USA) mit 107,5 Metern. Beide müssen aber mit einem starken deutschen Team von Bundestrainer Andi Bauer rechnen, angeführt von Olympiasiegerin Carina Vogt aus Degenfeld. Freuen dürfen sich die Zuschauer auch auf die Siegerehrung, die im Anschluss an die Entscheidungen auf dem romantischen Weihnachtsmarkt in der Ravennaschlucht stattfindet.

Januar: Para-Weltcup Langlauf und Biathlon in Oberried

Die weltbesten Handicap-Skisportler im Langlauf und Biathlon bestreiten vom 19.-28. Januar 2018 im Schwarzwald Nordic-Center am Notschrei jeweils 3 Langlauf- und Biathlon-Wettbewerbe über die kurzen, mittleren und langen Distanzen. Ausrichter des BWT Para-Weltcups ist der Skiclub Oberried, der eine Woche lang mehr als 100 ehrenamtliche Helfern im Ort und an den Wettkampfanlagen rund um die Uhr im Einsatz hat. Rund 120 Athleten treffen an den sechs Wettkampftagen auf der Loipe und im Schießstand aufeinander. Um die Podestränge kämpfen wollen dabei auch die am Olympiastützpunkt Freiburg trainierenden Athleten der deutschen Paraski-Nationalmannschaft,  wie der aktuelle Doppelweltmeister Martin Fleig (Sitski) oder Vivian Hösch bei den Sehbehinderten, die sich in ihrer letzten Wettkampf-Saison mit einer guten Leistung nochmals für die Paralympics qualifizieren möchte. Sie und ihre Teamkollegen müssen sich am Notschrei jedoch gegen eine starke internationale Konkurrenz behaupten.

Februar: Weltcup der Snowboardcrosser am Feldberg

Spektakulären Sport bieten die Veranstalter der Hochschwarzwald Touristik vom 02. bis 05. Februar 2018 mit den Weltcupwettbewerben im Snowboardcross am Feldberg. Die aufwändig präparierten und technisch anspruchsvollen Strecken erfordern von den Athleten dabei ausgeprägte technische und taktische Fähigkeiten. Jeweils mehrere gleichzeitig gestartete Fahrer kämpfen auf der mit Wellen und Kurven versehenen Strecke um den Sieg in den als „heats“ bezeichneten Vorläufen. Im k.o.-Modus müssen sich die Fahrer dabei gegen ihre jeweiligen Konkurrenten durchsetzen und sich fürs Finale qualifizieren. Mit Paul Berg (SC Konstanz) und Jana Fischer (SC Löffingen) können sich aktuell auch zwei Snowboard-Crosser aus den Reihen des Skiverbandes Schwarzwald Hoffnung auf eine Teilnahme machen. Für die Zuschauer an der gut zugänglichen Streck garantiert sind in jedem Fall spannende Positionskämpfe und ein szenetypisches Partyfeeling.

März: Weltcup-Finale der Nordischen Kombination in Schonach

Zum dritten Mal in Folge trifft sich am 24. und 25. März die Elite der Nordisch-Kombinierer zum großen Weltcupfinale ihrer Disziplin in Schonach. Beim letzten großen „Event“ des Schwarzwälder Skiwinters erwarten die Organisatoren des 52.  Schwarzwaldpokals in diesem Jahr die frischgebackenen Medaillengewinner der Olympischen Winterspeile von Pyeongchang in den Team- und Einzelwettbewerben, die zum Abschluss der Saison in Schonach noch den Gesamtsieger im Weltcup unter sich ausmachen wollen. Neben Vorjahressieger Eric Frenzel und Weltmeister Johannes Rydzek könnten dabei auch einige Schwarzwälder Athleten um Team-Weltmeister Fabian Riessle (St. Märgen), wie Manuel Faißt (SV Baiersbronn), Tobias Haug (SV Baiersbronn) und Tobias Simon (SZ Breitnau) vor großer Kulisse wieder für sehr viel Stimmung und die eine oder andere Überraschung sorgen.